Wissenschaft

Phänomenologische Anthropologie

Empathische Wissenschaft

Begriffsklärung Kunsttherapie

Erforschung des Kunstschaffensprozesses

Therapeutische Wirkungen des Kunstschaffens

Das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem im Erleben & Kunstschaffen

Ein Beitrag zur phänomenologischen Anthropologie und zur Grundlegung der Kunsttherapie

 

von Ralf Matti Jäger

 

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Welche Prozesse vollziehen sich zwischen Mensch und Welt, wenn wir die Welt und uns selbst darin erleben? Welche Prozesse vollziehen sich im Handlungs- und Wahrnehmungsfeld des Kunstschaffens? Diese beiden Fragen bilden den gemeinsamen Ausgangspunkt dieser philosophisch-phänomenologischen Studie.

      

In dem Buch wird das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem als apriorischer Grundprozess des menschlichen Erlebens und des Kunstschaffens in einem Dreischritt von Husserls Intentionalitätsbegriff über Straus‘ Begriff des Pathischen zum Spielbegriff Schillers begrifflich entwickelt.

      

Sodann wird der Prozess des Spielens zwischen Intentionalität und Pathischem anhand der taktilen Berührung, der Sinneswahrnehmung und des Fühlens, sowie des Plastizierens und Malens anschaulich gemacht.

      

Auf dieser Grundlage wird abschließend anhand von Ausführungen Albert Einsteins auf die großen Ähnlichkeiten und die kleinen, aber gewichtigen Unterschiede zwischen dem Kunstschaffensprozesses und dem kreativen Denkprozess des Wissenschaftlers hingewiesen.

   

Das Buch ist auch ein Beitrag zur phänomenologisch-anthropologischen Grundlegung der Kunsttherapie.

 

Taschenbuch, broschiert, 12x21cm, 139 Seiten, ISBN 978-3-9819259-0-6

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Empathische Wissenschaft

Zwölf Thesen zu einer neuen Methodologie

 

von Ralf Matti Jäger

 

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Im Wissenschaftsbetrieb, an den Universitäten, bei vielen Professor*innen, bei vielen, Wissenschaftler*innen fehlt es an Empathie. Das ist nicht nur ein menschlich-ethisches Problem für die Forschung und die Forschungsergebnisse, die auf diese Weise zustande kommen, sondern es ist auch ein methodisches Problem der Forschung selbst.

 

Mit diesem Beitrag soll die methodologische Reflexion der Empathie im Forschungsprozess angeregt werden. Der bewusste Einbezug der Empathie in die Methodik wissenschaftlichen Forschens würde die Wissenschaft näher an die Wirklichkeit heranbringen und auf diese Weise wirklichkeitsgemäßer machen Die Forschungsergebnisse würden dadurch langfristig besser und für ein positives menschliches Leben hilfreicher werden.

 

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Dissertation:

Gestaltungstherapie

Kreative Therapie

Künstlerische Therapie

Kunsttherapie

Ein Beitrag zur Begriffsgeschichte, Gemeinschaftsbildung & Identitätsklärung

 

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Dissertation von Ralf Matti Jäger an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke bei Prof. Dr. med. David Martin und Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen .

     

Worum geht es bei dem Therapieverfahren, das mit den verschiedenen Oberbegriffen Gestaltungstherapie, Kreative Therapie, Künstlerische Therapie und Kunsttherapie bezeichnet worden ist im Kern? Wie kommt die therapeutische Wirkung zustande? Werden hier die Kräfte des Gestaltens, der Kreativität, des Künstlerischen oder der Kunst zum therapeutischen Einsatz gebracht?

     

Dass sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts just diese vier Oberbegriffe herausgebildet haben, ist als Ausdruck eines von je verschiedenen Ausgangspunkten kommenden Ringens um die zentralen Fragen des Fachgebietes zu verstehen. Erst die Überschau über die vier damit verbunden unterschiedlichen Sichtweisen vermag den Zugang zum Kern des Fachgebietes zu eröffnen: die Verwandlungskraft der Kunst.

11.11.2020

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Einführungsvideo zur Dissertation:

Kunsttherapie, Künstlerische Therapie, Kreative Therapie, Gestaltungstherapie - Disputation

In diesem Video biete ich zum erleichterten Einstieg die ersten fünf Minuten meines Disputationsvortrages, so wie ich ihn am 4.11.2020 in der Universität Witten/Herdecke gehalten habe.

   

In meiner Dissertation habe ich die Begriffsgeschichte unseres Fachgebiets anhand der vier zentralen Oberbegriffe Kunsttherapie, Künstlerische Therapie, Kreative Therapie und Gestaltungstherapie untersucht. Dabei wurden natürlich auch die Begriffe Künstlerische Therapien (in der Mehrzahl), Art Therapy und Expressive Arts Therapies wurden mit untersucht.

 

Nach langen und intensiven Recherchen war mir u.a. klar geworden, dass sogar ausgewiesene Experten unseres Fachgebiets (von einschlägigen Internet-Lexika ganz zu Schweigen) in Bezug auf die geschichtliche Entwicklung unseres Therapieverfahrens vereinseitigten oder schlicht falschen Auffassungen anhängen. Dies erläutere ich knapp in diesem Video. Ausführlich dargestellt findet es sich in meiner Dissertation.

  

Sodann fokussiere ich die Kernfrage unseres Fachgebiets: "Was sind die therapeutischen Wirkprinzipien unseres Therapieverfahrens?". Meine Forschungsarbeit stellt einen Beitrag zur fundierten Beantwortung dieser Frage dar.

Drei Schichten der Empathie

Auszug aus "Empathie & Therapie"

 

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In Auseinandersetzung mit Theodor Lessings, Max Schelers, Gabriel Marcels und Ludwig Binswangers feinen Beob-achtungen von Empathieprozessen sind mir drei Schichten des empathischen Erlebens klar geworden. Das Sich Ein-denken, das Mitgefühl und das Verbundensein. Diese drei Schichten versuche ich in diesem kleinen Aufsatz zu skizzeren.

 

Betrachtet man die heutige Forschung zur Empathie in der Psychologie, Neurobiologie oder auch Philosophie, so fällt auf, dass der Fokus meist auf der allerersten Schicht, dem Sich Eindenken, liegt. Das Mitgefühl selbst wird fast schon als emotionales Anhängsel behandelt, während die tiefe Schicht des Verbundenseins nahezu unbekannt ist.

 

Doch ist gerade diese dritte Schicht beispielsweise in der Therapie unerlässlich, wo sich der Patient im Rahmen der therapeutischen Beziehung erst dann wirklich angenommen fühlen kann, wenn der Therapeut über das Sich Eindenken und das Mitgefühl hinaus geht und so offen und authentisch ist, dass er Momente des Verbundenseins zulassen und damit fühlbar machen kann. Dass dieses Verbundensein gleichwohl nicht die Aufnahme einer Freundschaft bedeutet, sondern therapeutisch gehandthabt werden muss, erläutere ich in kritischer Auseinandersetzung mit Freuds Konzept der therapeutischen Abstinenz.

 

Das Verbundensein ist auch die Grundlage beispielsweise des gemeinsamen Musizierens. Dass drei gemeinsam improvisierende Musiker bisweilen intuitiv gleichzeitig die selben Rhythmusbetonungen, Melodieläufe oder Harmoniewechsel vollziehen, gelingt nur, weil diese Musiker in einer tiefen Schicht empathisch in einem gemeinsamen Wir-Raum verbunden sind. Ebenso ist es bei Tänzern oder Schauspielern. 

Ralf Matti Jäger am 9.2.2021 

 

 

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Ideen zu einem Kunstbegriff für das 21. Jahrhundert

Textsammlung

 

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Das Kunstschaffen im Tanzen, Singen, Malen, Plastizieren, Schreiben, Dichten, Bauen, Schauspielen usw. ist etwas dem Menschen vollkommen Natürliches. Ob es ein dreijähriges Kind ist, das mit dem Kugelschreiber auf einem Papier schwunghafte Bewegungen ausführt und dabei sich selbst, den Stift, das Papier, den Raum, die Farbe, die Bewegung, das Spuren-Hinterlassen, das Bildhafte, das Zeichnerische usw. entdeckt, ob es ein geistig- und körperlich behinderter Mensch ist, der Flöte oder Schlagzeug spielt, ob es ein psychiatrischer Patient ist, der malt oder tanzt, oder ob es ein professioneller Künstler ist, der dichtet oder singt, in allen Fällen handelt es sich um den Prozess des Kunstschaffens. Was dabei entsteht ist Kunst.

 

Das Sprechen von einer wahren oder wirklichen Kunst gehört der Vergangenheit an. Ausgrenzende, abwertende oder hierarchisierende Kunst-begriffe sind nicht zukunftsweisend. Das gilt nicht nur in der Kunsttherapie, sondern in der gesamten Kunst. Für das 21. Jahrhundert braucht es einen basalen, umfassenden, offenen, nicht-hierarchisierenden, nicht-ausgrenzenden Kunstbegriff.

 

Es gibt keine menschliche Kultur ohne die Kunst. Alle Künste gehören zusammen und bilden ein großes Ganzes, das den gesamten Menschen von Seiten der Kunst zu umfassen vermag.

 

Das Kunstschaffen fordert den Menschen heraus. Der Prozess des Kunstschaffens hat Wirkungen auf den Menschen. Diese Wirkungen sind teils aus sich heraus therapeutischer Natur. Dazu bietet diese Sammlung von Texten erste Anregungen. Ein Manifest für das 21. Jahrhundert.

 

Ralf Matti Jäger am 13.11.2020

 

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Kunstbegriff und Wirkungen des Kunstscha
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Aufsatz:

Wissenschaftsgebiet Kunsttherapie

 

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Wann qualifiziert sich wissenschaftliche Forschung als explizit kunsttherapeutische Forschung? Was umfasst kunsttherapeutische Forschung? Zu diesen Fragen will der vorliegende Aufsatz einige grundlegende Überlegungen bereitstellen.

 27.11.2020

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Wissenschaftsgebiet Kunsttherapie (Aufsatz)
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Aufsatz:

Wissenschaft und Art-Based Research in der Kunsttherapie

 

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Das Kunstschaffen ist in der Tat eine spezifische Form des Forschens. Es ist ein künstlerisch-forschendes Verhältnis zur Welt und sich selbst gegenüber. Gleichwohl ist dieses sogenannte künstlerische Forschen (artistic research) von der wissenschaftlichen Forschung grundsätzlich zu unterscheiden. Der Wissenschaftler muss in die Einseitigkeit bloß denkenden Analysierens, Verstehens und Begriffe-Bildens gehen, um die in der Wissenschaft sinnvollerweise geforderte Klarheit und Verstehbarkeit erreichen zu können. Dem Konzept einer Art-Based Research muss - insofern sie sich als Form wissenschaftlichen Forschens verstehen will - eine Absage erteilt werden. Tatsächlich ist das forschende Verhältnis des Kunstschaffenden zur Welt viel mehr als Wissenschaft; es ist die lebensweltliche Grundlage wissenschaftlichen Forschens. Diese Unterschiede werden in vorliegendem Aufsatz herausgearbeitet.

10.11.2020

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Wissenschaft und Art-Based Research in der Kunsttherapie Aufsatz
Wissenschaft und Art-based Research in d
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Aufsatz:

Wurzeln der Kunsttherapie

Kunst, Schamanismus/Medizin, Paideia/Pädagogik

 

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Nahezu jeder umfassendere Beitrag zur Kunsttherapie (Musiktherapie, Maltherapie, Tanztherapie, Poesietherapie, Theatertherapie usw.) enthält auch Ausführungen zu den historischen Wurzeln der Kunsttherapie. Versucht man einen Überblick über diese verschiedenen Beiträge zu bekommen, so lassen sich drei gemeinsame historische Wurzeln ausmachen: die Kunst (Tanz, Theater, Malerei, Musik etc.), der Schamanismus/die Medizin und die Paideia/Pädagogik.

10.11.2020

 

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Wurzeln der Kunsttherapie (Aufsatz)
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Aufsatz:

Vier Entwicklungsphasen der modernen Kunsttherapie

Ein erster Versuch

 

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Nach langen und umfassenden Recherchen zur Entstehung und Entwicklung der modernen Kunsttherapie (Tanztherapie, Theatertherapie, Musiktherapie, Gesangstherapie, Maltherapie usw.) seit Anfang des 20. Jahrhunderts unternehme ich in diesem Aufsatz den Versuch, vier Phasen in der Entwicklung der modernen Kunsttherapie seit 1909 zeitlich und inhaltlich voneinander zu differenzieren. Es handelt sich um einen ersten Versuch, der Orientierung bieten und zu weiterem Forschen anregen will.

11.11.2020

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Vier Entwicklungsphasen der modernen Kunsttherapie (Aufsatz)
Vier Entwicklungsphasen der modernen Kun
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Aufsatz:

Einsatzfelder und Therapiebegriff der Kunsttherapie

 

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Im Zuge der heutigen intensiven Bemühungen der Berufsverbände, die Kunsttherapie (Tanz-, Musik-, Mal-, Plastizier-, Graphik-, Poesietherapie usw.) als eigenständige Therapieform anzuerkennen, hat sich – bewusst oder unbewusst – bei vielen Fachkollegen eine Tendenz zur Fokussierung unseres Therapieverfahrens auf die Psychotherapie ergeben. Dies entspricht aber weder den historischen Entstehungsgründen unseres Fachgebiets, noch der gelebten Praxis. Die Kunsttherapie ist als eigenständiges Therapieverfahren auch eine Methode der Psychotherapie, aber sie ist mehr als das. Der Fokus auf die Psychotherapie allein würde den weit und offen angelegten Therapiebegriff der Kunsttherapie ungünstig verkürzen. Vor diesem Hintergrund sollen die seit der Entstehung der Kunsttherapie in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts und bis heute real praktizierten Einsatzfelder der Kunsttherapie benannt und durch beispielhafte Literatur belegt werden. Der weit angelegte Therapiebegriff wird damit deutlich.

 27.11.2020

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Einsatzfelder und Therapiebegriff Kunsttherapie (Aufsatz)
Einsatzfelder und Therapiebegriff der Ku
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Aufsatz:

Zur kunsttherapeutischen Diagnostik

 

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Von besonderer Bedeutung für die weitere Professionalisierung der Kunsttherapie (Musiktherapie, Tanztherapie, Maltherapie, Theatiertherapie, Poesietherapie etc.) wird die wissenschaftliche Fundierung der längst in Praxis gehandhabten spezifischen kunsttherapeutischen Diagnostik sein.

 27.11.2020

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Zur kunsttherapeutischen Diagnostik (Aufsatz)
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Aufsatz:

Die wissenschaftliche Selbstbesinnung der Kunsttherapie

im Kontext der Entstehung des Psychotherapeutengesetzes

 

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Dieser Aufsatz nimmt seinen Ausgang in der Situation der Kunsttherapie Anfang der 1990er Jahre, als von Seiten der (verbalen) Psychotherapie mit Hilfe von Klaus Grawes großer Metaanalyse das Psychotherapeutengesetz impulsiert wurde, wobei die Kunsttherapie mit pseudo-wissenschaftlichen Begründungen, die aber vehement als Wissenschaft herausgestellt wurden, herausfiel. Das fragwürdige wissenschaftliche Vorgehen und der damals als allgemeingültig postulierte reduktionistische Wissenschaftsbegriff werden herausgearbeitet. Die seinerzeit erfolgte wissenschaftliche Selbstbesinnung der Kunsttherapie wird skizziert.

 

Die mit diesem Aufsatz behandelte Problematik ist heute so aktuell wie damals. Noch immer werden allzu oft reduktionistische Wissenschaftsbegriffe vertreten, insbesondere auch als Machtmittel, um andere Auffassungen abkanzeln zu können. Und noch immer ist die Kunsttherapie (Tanz-, Mal-, Musik-, Theater-, Gesangs-, Poesietherapie usw.) weder als Form der Psychotherapie, geschweige denn als eigenständiges Therapieverfahren gesetzlich und kassenzulässig anerkannt.

11.11.2020

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Wissenschaftliche Selbstbesinnung der Kunsttherapie
Wissenschaftliche Selbstbesinnung der Ku
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Aufsatz:

Kreativitätsforschung, Kreative Therapie und Kunst in der Psychotherapie

 

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In Frage steht, inwiefern der Begriff Kreativität noch heute ein Leitbegriff auch der Kunsttherapie sein kann.

   In diesem Aufsatz geht es um eine historische Herleitung des Begriffs Kreativität. Dabei wird die kognitivistisch-behavioristische Ausrichtung der ursprünglichen US-amerikanischen akademischen Kreativitätsforschung beleuchtet, in deren Tradition noch die heutige Kreativitätsforschung steht,.

 Dabei klärt sich auch, dass der Begriff Kreativität der Sache nach in Hilarion Petzolds Kreativer Therapie (begründet 1965) nicht treffend im Zentrum steht. Auch Petzolds Kreative Therapie bezieht sich auf die Kräfte des Kunstschaffens.

Ebenfalls deutlich wird, dass die verbale Psychotherapie – ohne sich dessen vollauf bewusst zu werden – seit Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Kräfte der Kunst zurückgreift.

 Dass noch die heutige Kreativitätsforschung keineswegs über die Mittel verfügt, den Prozess des Kunstschaffens zu erfassen, wird herausgestellt. Es bedarf wissenschaftlicher Forschung, die zwischen dem kreativen Prozess und dem Kunstschaffensprozess inhaltlich zu differenzieren vermag. Und es bedarf eines tieferen wissenschaftlichen Zugriffs auf den Kunstschaffensprozess, um die Wirkungsweise der Kunsttherapie wissenschaftlich verstehbar machen zu können.

12.11.2020

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Kreativitätsforschung, Kreative Therapie und Kunst (Aufsatz)
Kreativitätsforschung, Kreative Therapie
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JÜDISCH-DEUTSCHE EMPATHIEFORSCHUNG 1900 – 1933

Exposé

 

Dass es in den Jahren vor der nationalsozialistischen Machtübernahme insbesondere durch jüdisch-deutsche Philosoph*innen eine tiefgreifende Forschung zu sensiblen zwischenmenschlichen Prozessen gegeben hat, ist heute kaum bekannt. Es waren Theodor Lessing, Max Scheler, Franz Rosenzweig, Edith Stein, Martin Buber, Karl Löwith und Hannah Arendt.

 Durch Theodor Lipps war seit dem Jahr 1900 der Ausdruck Einfühlung bekannt gemacht worden. Die hier genannten Philosoph*innen sprachen – damit je verschiedene Aspekte fokussierend – von Ahmung (Lessing 1908), Sympathie (Scheler 1913), der Geburt des Ich aus dem Du (Rosenzweig 1917), Einsfühlung (Scheler 1921), der Einheit Ich-Du (Buber 1923), Mitsein (Löwith, 1928) und Nächstenliebe (Arendt, 1929).

 Es waren jedoch nicht die tiefgreifenden Einspürungen und Einsichten dieser Philosoph*innen zur Empathie, die für das 20. Jahrhundert prägend wurden, sondern der Nationalsozialismus mit seiner menschenverachtenden Ideologie, Faschismus, Antisemitismus, Rassismus, Gewalt, Krieg, Holocaust und Genozid. 

                 Warum waren es vor allen Dingen deutsche Philosoph*innen mit einem jüdischen Hintergrund, die sich den sensiblen zwischenmenschlichen Prozessen zugewandt haben? Bietet die jüdische Tradition, die jüdische Religion hierzu in besonderer Weise einen Untergrund, der auch dann noch seine spezifische Wirkung entfaltet, wenn – wie es bei nahezu allen hier genannten Philosoph*innen der Fall war – diese Personen schon längst nicht nur gesellschaftlich assimiliert, sondern auch gedanklich in der deutschen Philosophie sozialisiert waren? Kam es hier zu einer gegenseitigen Befruchtung von Impulsen aus der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts und Impulsen aus der jahrtausendealten jüdischen Religions- und Lebenspraxis? Sind in der jüdisch-deutschen Empathieforschung der Jahre 1900 – 1933 Kräfte positiv ineinandergeflossen, die durch den Hass des National-sozialismus wieder gewaltvoll auseinandergerissen wurden und in der Nachwirkung bis heute vergessen sind?

                 Im Zuge heute verstärkt wieder aufflammender Nationalismen, Rassismen, Antisemitismen, Fundamentalismen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Spaltungsprozessen möchte ich einerseits die Leistungen der jüdisch-deutschen Philosoph*innen, andererseits aber dieses Moment positiven Ineinanderfließens vermeintlich gegensätzlicher Strömungen – der deutschen Philosophie und der jüdischen Religions- und Lebenspraxis – ins Bewusstsein bringen; so unvollkommen und dürftig mir dies im Moment auch nur möglich sein mag. Es hat damals andere, positive, empathische Wege gegeben, die nicht weiter verfolgt werden konnten. Vielleicht können sie sich für die Zukunft neu eröffnen lassen?

               Ob ich zur Durchführung der hiermit skizzierten Forschungsarbeit jemals eine Förderung und damit Zeit finden werde, erscheint mir nach einigen Versuchen als zweifelhaft. Deshalb habe ich mich entschieden, wenigstens meine Intention im Internet bekannt zu machen. Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass es in den Jahren 1900 – 1933 eine jüdisch-deutsche Empathieforschung gegeben hat, die durch den Nationalsozialismus erstickt wurde und infolgedessen bis heute weitestgehend unbekannt geblieben ist.

 

Ralf Matti Jäger am 9.4.2021

Auf dem Photo sieht man Theodor Lessing mit seinen zwei Töchtern Ruth und Miriam im Jahr 1907.

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Jüdisch-deutsche Empathieforschung 1900-
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Aufsatz:

Gestaltungstherapie

Kreative Therapie

Künstlerische Therapie

Kunsttherapie

Ein Beitrag zur Begriffs- und Identitätsklärung

 

Zeitschriften-Publikation 

 

Am 16.8.2020 ist ein gemeinsam mit Prof. Dr. med. David Martin verfasster Aufsatz als kürzestmögliche Zusammenfassung meiner Dissertation im Deutschen Ärzteblatt PP erschienen.

     

Da die Redakteure des Ärzteblatts PP den Abstract weggelassen und zudem willkürliche Eingriffe in den Titel und die Überschriften vorgenommen haben, biete ich hier auch den Original-Aufsatz zum kostenfreien Download an.

 

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Aufsatz: Begriffs- und Identitätsklärung Kunsttherapie
Begriffs- und Identitätsklärung Kunstthe
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Seelisches und leibliches Fühlen

Phänomenologische Differenzierungen

Ein kurzer Hinweis

von Ralf Matti Jäger

 

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In der US-amerikanischen Embodiment-Forschung wird die Bedeutung des Leibes für das menschliche Dasein stark betont. Das ist als Abwendung von den verkopften Anthropologien beispielsweise der Neurowissenschaften zu begrüßen. Jedoch finden sich in der Embodiment-Forschung Verkürzungen, die für jeden, der sich mit der seit 1901 entstandenen Phänomenologie bei Husserl, Scheler, Plessner usw. befasst hat, schwer hinnehmbar sind. In folgendem kurzen Beitrag habe ich versucht, auf den Unterschied zwischen leiblichem und seelischem Fühlen phänomenologisch hinzuweisen, um die eigenständige Bedeutung des Fühlens, der Einfühlung, der Empathie, der Gefühle deutlich zu machen.

 

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Seelisches und leibliches Fühlen
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Kritik der Anthroposophie

Steiners Denkweg und die Fähigkeiten des Fühlens

 

von Ralf Matti Jäger

 

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In den Jahren 2002 bis 2010 habe ich mich sehr intensiv mit Rudolf Steiners Anthroposophie befasst. Im Jahr 2010 wurden mir jedoch systemimmanente Widersprüche deutlich. Diese habe ich in einem Aufsatz darzustellen versucht, der im Februar 2014 in der anthroposophischen Zeitschrift Die Drei erschienen ist und dort für heftigen und auch unsachlichen Widerspruch sorgte.

   Für all jene, die in einer fundierten Kritik etwas Positives sehen können, stelle ich den überarbeiteten Aufsatz in folgendem Download kostenfrei zur Verfügung.

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Kritik der Anthroposophie
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