Philosophie vom Herzensgrund

Die Philosophie vom Herzensgrund ist eine neue Philosophie. Sie ist in den Jahren 2014 - 2016 geboren worden und entfaltet sich seitdem.

       Die Philosophie vom Herzensgrund weicht im Grundansatz, in der Methodik und auch in der Vermittlung von den gängigen Philosophien ab. Sie wäre sonst auch keine neue Philosophie.

       Gleichwohl hat sie Vorläufer in der Philosophiegeschichte. Sie knüpft stilistisch, methodisch oder inhaltlich auf je eigene Weise bei Heraklit, Laotse, Sokrates, Blaise Pascal, Novalis, Friedrich Schiller, Friedrich Nietzsche, Edmund Husserl, Theodor Lessing, Max Scheler, Gabriel Marcel, Martin Buber, Erwin Straus, Manfred Krüger, Hans-Peter Dürr uwm. an.

 

Die Philosophie vom Herzensgrund lässt sich mit folgenden Thesen umreißen:

  • Apriori des Verbundenseins: Alles Dasein beginnt im Verbundensein.
  • Verwandlung als Grundprozess des Daseins.
  • Spielen im Kunstschaffen als gesteigerte Form eines positiv-produktiven Lebensvollzuges.
  • Ausgangspunkt im Erleben, nicht in der intellektuell-rationalen Erkenntnis.
  • Demut des Denkens. Das Denken als Werkzeug der Weiterentwicklung, nicht als ontologische Erkenntnisbasis.
  • Das Herz ist das Zentrum des Menschen, nicht der Kopf.
  • Das Fühlen und die Empathie als Fluidum des seelischen Lebens.
  • Entwicklung in der Spannung zwischen Wir und Ich (Gemeinschaft und Individualität).
  • Kunstphilosophie und Ästhetik als Produktionsästhetik oder Phänomenologie des  Kunstschaffens, nicht als Rezeptionsästhetik und Reflexion des fertigen Werks.
  • sokratische Infragestellung und Ideologiekritik: Ohne Kritik, ohne Widerstand keine Weiterentwicklung.
  • Wissenschaftsmethodologie: Das empathische Sich-Verbinden ist ein Grundelement auch der wissenschaftlichen Forschung.
  • Praktische Philosophie: Positiv-produktive Gegenwartsgestaltung als Ziel.

Ralf Matti Jäger am 9.7.2022

Zuletzt aktualisiert am 2.8.2022

Erleben Verwandeln Verbundensein

Geburt der neuen Philosophie

 

von Ralf Matti Jäger

 

Online-Publikation der Einleitung

 

Dieses Buch ist Grundlage, Zeugnis und Ausdruck der Geburt der Philosophie vom Herzensgrund.

    Das Buch war in einer ersten Fassung bereits 2016 fertig. Es umfasst insgesamt 671 Seiten, so dass ich es aus Kostengründen immer noch nicht drucken lassen konnte. Gleichwohl möchte ich heute die Einleitung online publizieren, da sie zur Orientierung über die Philosophie vom Herzensgrund dienen kann.

    Alles, was ich im Weiteren geschrieben habe, bezieht sich auf dieses Buch und kann als spezifische Ausgestaltung oder Weiterentwicklung verstanden werden. Insofern ist dieses Buch und da mindestens die Einleitung an dieser Stelle unverzichtbar.

   Ralf Matti Jäger am 11.7.2022

Zuletzt aktualisiert am  3.8.2022

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Erleben Verwandeln Verbundensein Einleitung
Erleben Verwandeln Verbundensein Online-
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Verwandlung

Aphorismen-Trilogie I

 

von Ralf Matti Jäger

 

19,80€ + Versandkosten

 

Das menschliche Leben ist ein Prozess stetiger Verwandlung: Wir verwandeln die Welt und die Welt verwandelt uns.

      Der Kernprozess aller Verwandlung ist das Kunstschaffen. Der malende Mensch, sei es ein Kind, ein Patient, ein Künstler, verwandelt die Welt der Farben, aber die Farbenwelt verwandelt auch ihn. Der tanzende Mensch verwandelt die Welt der Bewegung, des Rhythmus, des Raumes und  diese verwandeln auch ihn. Der musizierende Mensch verwandelt die Klänge, Rhythmen, Töne, Geräusche, diese verwandeln auch ihn. Das Kunstschaffen ist ein Prozess der Anverwandlung von Mensch und Welt. Da ist ein Zusammenfließen und Eins-werden, und auch wieder ein Auseinanderfließen und Zwei-Werden.

     In Aphorismen, Notizen, Fragmenten und Essays versuche ich das Kunstschaffen als Prozess des Spielens zwischen Individualisierung und Kommunion, als Prozess der Welt- und Selbstverwandlung zu beschreiben.

     Es geht um Verwandlungs-, Veränderungs- und Entwicklungsprozesse im (kunstschaffenden) Menschen.

 

Dieses Buch basiert auf Auszügen aus meinem Grundlagenwerk Erleben Verwandeln Verbundensein, die dann überarbeitet und erweitert wurden.

Taschenbuch, broschiert, 12x21cm, 140 Seiten.

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Leseprobe Verwandlung
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Interview zu dem Buch Verwandlung
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Ideen zu einem Kunstbegriff für das 21. Jahrhundert

Manifest

 

Online-Publikation

 

Das Kunstschaffen im Tanzen, Singen, Malen, Plastizieren, Schreiben, Dichten, Bauen, Schauspielen usw. ist etwas dem Menschen vollkommen Natürliches. Ob es ein dreijähriges Kind ist, das mit dem Kugelschreiber auf einem Papier schwunghafte Bewegungen ausführt und dabei sich selbst, den Stift, das Papier, den Raum, die Farbe, die Bewegung, das Spuren-Hinterlassen, das Bildhafte, das Zeichnerische usw. entdeckt, ob es ein geistig- und körperlich behinderter Mensch ist, der Flöte oder Schlagzeug spielt, ob es ein psychiatrischer Patient ist, der malt oder tanzt, oder ob es ein professioneller Künstler ist, der dichtet oder singt, in allen Fällen handelt es sich um den Prozess des Kunstschaffens. Was dabei entsteht ist Kunst.

    Das Sprechen von einer wahren, echten, hohen oder wirklichen Kunst gehört der Vergangenheit an. Ausgrenzende, abwertende oder hierarchisierende Kunstbegriffe sind nicht zukunftsweisend. Das gilt nicht nur in der Kunsttherapie, sondern in der gesamten Kunst. Für das 21. Jahrhundert braucht es einen basalen, umfassenden, offenen, nicht-hierarchisierenden, nicht-ausgrenzenden Kunstbegriff. Alle Künste gehören zusammen und bilden ein großes Ganzes, das den gesamten Menschen von Seiten der Kunst zu umfassen vermag. Es gibt keine menschliche Kultur ohne die Kunst.

    Das Kunstschaffen fordert den Menschen heraus. Der Prozess des Kunstschaffens hat Wirkungen auf den Menschen. Diese Wirkungen sind teils aus sich heraus therapeutischer Natur. Auch dazu bietet diese Sammlung von Texten Anregungen.

Ralf Matti Jäger am 13.11.2020

Zuletzt aktualisiert am 2.8.2022

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Ideen zu einem Kunstbegriff für das 21. Jahrhundert
Ideen zu einem Kunstbegriff für das 21.
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Das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem im Erleben & Kunstschaffen

Ein Beitrag zur phänomenologischen Anthropologie und zur Grundlegung der Kunsttherapie

 

von Ralf Matti Jäger

 

19,80€ + Versandkosten

 

Welche Prozesse vollziehen sich zwischen Mensch und Welt, wenn wir die Welt und uns selbst darin erleben? Welche Prozesse vollziehen sich im Handlungs- und Wahrnehmungsfeld des Kunstschaffens? Diese beiden Fragen bilden den gemeinsamen Ausgangspunkt dieser philosophisch-phänomenologischen Studie.

      In dem Buch wird das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem als apriorischer Grundprozess des menschlichen Erlebens und des Kunstschaffens in einem Dreischritt von Husserls Intentionalitätsbegriff über Straus‘ Begriff des Pathischen zum Spielbegriff Schillers begrifflich entwickelt.

      Sodann wird der Prozess des Spielens zwischen Intentionalität und Pathischem anhand der taktilen Berührung, der Sinneswahrnehmung und des Fühlens, sowie des Plastizierens und Malens anschaulich gemacht.

      Auf dieser Grundlage wird abschließend anhand von Ausführungen Albert Einsteins auf die großen Ähnlichkeiten und die kleinen, aber gewichtigen Unterschiede zwischen dem Kunstschaffensprozesses und dem kreativen Denkprozess des Wissenschaftlers hingewiesen.

     Das Buch ist auch ein Beitrag zur phänomenologisch-anthropologischen Grundlegung der Kunsttherapie.

 

Taschenbuch, broschiert, 12x21cm, 139 Seiten, ISBN 978-3-9819259-0-6

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Leseprobe Das Spielen zwischen...
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Interviem zum Buch Das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem vom 4.11.2018
Interview zu Das Spielen zwischen Intent
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Empathie & Therapie

Anregungen aus der Praxis

Aphorismen-Trilogie II

 

von Ralf Matti Jäger

 

Erscheint voraussichtlich 2022

 

Wie vollziehen sich Empathieprozesse? Welche Bedeutung hat die Empathie im menschlichen Leben, in Beziehungen und in der Therapie? Wie vollziehen sich Entwicklungsprozesse, seelische Verwandlungsprozesse, Heilungsprozesse? Wie verwandelt sich Gesundheit in Krankheit und Krankheit in eine neue Gesundheit? Wie kann Traumatherapie helfen? Das Buch bietet aus der kunsttherapeutischen und empathiologisch-forschenden Praxis geschöpfte Beobachtungen und Reflexionen.

 

THEMEN:

 

Vertrauen, Empathie, Liebe

Leib, Entwicklung, Leben

Ganzheit, Individualität, Verbundensein

Frau und Mann

Gesundheit, Krankheit, Verwandlung

Verletzung, Trauma, Hüllenbildung

Annehmen, Loslassen, Heilung.

 

Dieses Buch basiert auf Auszügen aus meinem Grundlagenwerk Erleben Verwandeln Verbundensein, die dann überarbeitet und erweitert wurden.

 

Taschenbuch, broschiert, 12x21cm, 192 Seiten.

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Leseprobe Empathie & Therapie
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Drei Schichten der Empathie

Auszug aus Empathie & Therapie

 

Online-Publikation

 

In Auseinandersetzung mit Theodor Lessings, Max Schelers, Gabriel Marcels, Martin Bubers und Ludwig Binswangers feinen Beobachtungen von Empathieprozessen sind mir drei Schichten des empathischen Erlebens klar geworden. Das Sich Ein-denken, das Mitgefühl und das Verbundensein. Diese drei Schichten versuche ich in diesem kleinen Aufsatz zu skizzeren.

 Betrachtet man die heutige Forschung zur Empathie in der Psychologie, Neurobiologie oder auch Philosophie, so fällt auf, dass der Fokus meist auf der allerersten Schicht, dem Sich Eindenken, liegt. Das Mitgefühl selbst wird fast schon als emotionales Anhängsel behandelt, während die tiefe Schicht des Verbundenseins nahezu unbekannt ist.

 Doch ist gerade diese dritte Schicht beispielsweise in der Therapie unerlässlich, wo sich der Patient im Rahmen der therapeutischen Beziehung erst dann wirklich angenommen fühlen kann, wenn der Therapeut über das Sich Eindenken und das Mitgefühl hinaus geht und so offen und authentisch ist, dass er Momente des Verbundenseins zulassen und damit fühlbar machen kann. Dass dieses Verbundensein gleichwohl nicht die Aufnahme einer Freundschaft bedeutet, sondern therapeutisch gehandthabt werden muss, erläutere ich in kritischer Auseinandersetzung mit Freuds Konzept der therapeutischen Abstinenz.

              Das Verbundensein ist auch die Grundlage beispielsweise des gemeinsamen Musizierens. Dass drei gemeinsam improvisierende Musiker bisweilen intuitiv gleichzeitig die selben Rhythmusbetonungen, Melodieläufe oder Harmoniewechsel vollziehen, gelingt nur, weil diese Musiker in einer tiefen Schicht empathisch in einem gemeinsamen Wir-Raum verbunden sind. Ebenso ist es bei Tänzern oder Schauspielern. 

Ralf Matti Jäger am 9.2.2021

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Drei Schichten der Empathie - kostenloser Download
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Demut des Denkens

Vorspiel zu einer Philosophie vom Herzensgrund

Aphorismen-Trilogie III

 

Erscheint voraussichtlich 2022

 

"Etwas zu tun, ohne darüber nachzudenken, wird für Menschen der westlichlichen Kultur schwer zu verstehen sein, da dort das Denken als das Zentrum der Intelligenz verstanden wird, während wir indigenen Völker wissen, dass wahre Intelligenz erst dann kommen kann, wenn wir vom Denken ablassen."

Ilarion Merculieff, Wisdom Keeper

 

Die Beobachtung des Denkens kann zur Demut des Denkens führen. Nämlich dann, wenn man zu der Erkenntnis kommt, dass das Denken selbst seine Begrenzungen hat. Davon handelt dieses Buch.

    Von einer Demut des Denkens spreche ich hier aus der Einsicht, dass das Denken gar nicht in der Lage ist, die erlebbare Wirklichkeit direkt zu erfassen. Denn dem Denken wohnt strukturell das Moment der Distanzierung von der erlebbaren Wirklichkeit inne. Dies ist ein Vorteil. Es ist aber ein Nachteil dann, wenn Denker, Wissenschaftler, Philosophen, Psychologen, sogar Phänomenologen immer noch glauben, dass die Grundstruktur der Welt im Denken erreicht sei. Das ist nicht der Fall. Deshalb sollten wir alle, die wir denken, uns bescheiden.

    Wenn wir uns weithin einig wären, dass spielende Kinder, sorgende Mütter und Väter, Liebe und Empathie fühlende, die Welt verwandelnde, malende, musizierende, tanzende, dichtende, singende Menschen mit der Wirklichkeit eins sind, während sich der denkende Mensch aus der Tiefenstruktur des Denkens heraus immer von der Wirklichkeit entzweit, dann wären die Anregungen in diesem Buch nicht notwendig.

    Das Denken ist ein wunderbares Werkzeug, mehr nicht.

 

Dieses Buch basiert auf Auszügen aus meinem Grundlagenwerk Erleben Verwandeln Verbundensein, die dann überarbeitet und erweitert wurden.

 

Taschenbuch, broschiert, 12x21cm, 135 Seiten.

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Leseprobe Demut des Denkens
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Seelisches und leibliches Fühlen

Phänomenologische Differenzierungen

Ein kurzer Hinweis

von Ralf Matti Jäger

 

Online-Publikation

 

In der US-amerikanischen Embodiment-Forschung wird die Bedeutung des Leibes für das menschliche Dasein stark betont. Das ist als Abwendung von den verkopften Anthropologien beispielsweise der Neurowissenschaften zu begrüßen. Jedoch finden sich in der Embodiment-Forschung Verkürzungen, die für jeden, der sich mit der seit 1901 entstandenen Phänomenologie bei Husserl, Scheler, Plessner usw. befasst hat, schwer hinnehmbar sind.

    In diesem kurzen Beitrag habe ich versucht, auf den Unterschied zwischen leiblichem und seelischem Fühlen phänomenologisch hinzuweisen, um die eigenständige Bedeutung des Fühlens, der Einfühlung, der Empathie, der Gefühle deutlich zu machen.

Ralf Matti Jäger am 4.4.2020 

Zuletzt aktualisiert am 25.7.2022

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Seelisches und leibliches Fühlen
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Zwölf Thesen zu einer empathischen Wissenschaft

Auf dem Weg zu einer neuen Methodologie

 

von Ralf Matti Jäger

 

Online-Publikation

 

Dass die Empathie in der wissenschaftlichen Forschung methodisch unterbewertet bzw. ausgeblendet wird, ist mir als Kunsttherapeut mit Erschütterung aufgefallen, seit ich im Jahr 2008 damit begonnen hatte, mich in die Wissenschaft einzuarbeiten. So entstanden in mir nach und nach die Ideen, Ansätze und Konzepte, die in dieser ersten skizzenhaften Thesensammlung dargelegt sind.

     Es geht konkret um die Methodologie wissenschaftlichen Forschens. Selbstverständlich war die empathische Einspürung in den Forschungsgegenstand schon immer ein unerlässlicher Bestandteil allen wissenschaftlichen Forschens. Wie sonst hätten die Forscher einen innerlichen Kontakt zu ihrem Forschungsgegenstand herstellen können? Da das wissenschaftliche Forschen aber notwendigerweise auf einem klaren, sachlichen, logischen Denken aufbauen muss, ist alles Gefühlsmäßige aus der Wissenschaft und damit auch der Reflexion des wissenschaftlichen Forschungsprozesses herausgedrängt worden. Im Ergebnis ist uns auch das Moment der empathischen Einspürung der Forscher*innen nicht mehr bewusst. 

    Mit dieser Schrift soll die methodologische Reflexion der Empathie im Forschungsprozess angeregt werden.

     Aufgrund des Eingebundenseins durch andere Arbeiten kann dies aktuell nur stichpunktartig in Zwölf Thesen erfolgen.

Ralf Matti Jäger am 26.1.2020

Zuletzt aktualisiert am 25.7.2022

 Taschenbuch, broschiert, 10,6x17,5cm, 60 Seiten.

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Zwölf Thesen zu einer empathischen Wissenschaft
Zwölf Thesen zu einer empathischen Wisse
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Gegenwartsgestaltung zwischen Empathie & Existenzangst

Philosophisch-psychologisches Konzept mit neun Praxisübungen

und einer Hintergrundanalyse zur Corona-Krise

 

von Ralf Matti Jäger

 

Neu erschienen am 8. März 2022

 

Wir stehen heute inmitten einer herannahenden Klimakatastrophe, deren erste Ausläufer in der Welt schon lange sichtbar sind und inzwischen auch die reichen Länder auf der nördlichen Halbkugel unseres Planeten erreicht haben. Dazu kam eine Pandemie, die die Menschheit spaltet. Was können wir tun?

    Auf diese Frage versuche ich als Philosoph und Therapeut  Antworten zu finden. Dabei geht es mir nicht um ökologische, ökonomische oder gar politische Handlungsanweisungen, sondern es geht mir um Fragen des Menschseins: Warum sind wir europäisierten Menschen mit all unserem Intellekt, unserer Wissenschaft und Technik zu Zerstörern unseres Planeten und damit unserer selbst geworden? Und es geht mir um Veränderungsmöglichkeiten: Wie können wir uns als Einzelne und als Gemeinschaft so verwandeln, dass wir eine andere innere Haltung, ein anderes Verhältnis zur Natur, zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen finden können? Im Versuch, Antworten auf diese Fragen zu finden, habe ich einerseits ein philosophisch-psychologisches Konzept entwickelt, das uns erklären soll, wie wir seelisch funktionieren und warum wir immer wieder in Einseitigkeiten hineingeraten. Andererseits habe ich Übungen entwickelt, die jede*r selbst machen kann. Das sind Übungen zur leiblichen Selbstempathie, zur emotionalen Selbstempathie und zur zwischenmenschlichen Empathie. Auf der anderen Seite sind es Übungen zur Einsamkeit, zur Selbstreflexion und zum Widerstand. Im Zentrum aber stehen die Übungen zum Spielen zwischen den Polaritäten. Wer spielen kann, wird anders handeln. Spielend wird eine positive Gegenwartsgestaltung möglich.

   Ralf Matti Jäger am 8.10.2021

Zuletzt aktualisiert am 16.7.2022

 Taschenbuch, broschiert, 10,6x17,5cm, 227 Seiten. ISBN 978-3-9819259-5-1. Preis 12€.

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Gegenwartsgestaltung Leseprobe
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JÜDISCH-DEUTSCHE EMPATHIEFORSCHUNG 1900 – 1933

Exposé

 

Dass es in den Jahren vor der nationalsozialistischen Machtübernahme insbesondere durch jüdisch-deutsche Philosoph*innen eine tiefgreifende Forschung zu sensiblen zwischenmenschlichen Prozessen gegeben hat, ist heute kaum bekannt. Es waren Theodor Lessing, Max Scheler, Franz Rosenzweig, Edith Stein, Martin Buber, Karl Löwith und Hannah Arendt.

 Durch Theodor Lipps war seit dem Jahr 1900 der Ausdruck Einfühlung bekannt gemacht worden. Die hier genannten Philosoph*innen sprachen – damit je verschiedene Aspekte fokussierend – von Ahmung (Lessing 1908), Sympathie (Scheler 1913), der Geburt des Ich aus dem Du (Rosenzweig 1917), Einsfühlung (Scheler 1921), der Einheit Ich-Du (Buber 1923), Mitsein (Löwith, 1928) und Nächstenliebe (Arendt, 1929).

 Es waren jedoch nicht die tiefgreifenden Einspürungen und Einsichten dieser Philosoph*innen zur Empathie, die für das 20. Jahrhundert prägend wurden, sondern der Nationalsozialismus mit seiner menschenverachtenden Ideologie, Faschismus, Antisemitismus, Rassismus, Gewalt, Krieg, Holocaust und Genozid. 

           Warum waren es vor allen Dingen deutsche Philosoph*innen mit einem jüdischen Hintergrund, die sich den sensiblen zwischenmenschlichen Prozessen zugewandt haben? Bietet die jüdische Tradition, die jüdische Religion hierzu in besonderer Weise einen Untergrund, der auch dann noch seine spezifische Wirkung entfaltet, wenn – wie es bei nahezu allen hier genannten Philosoph*innen der Fall war – diese Personen schon längst nicht nur gesellschaftlich assimiliert, sondern auch gedanklich in der deutschen Philosophie sozialisiert waren? Kam es hier zu einer gegenseitigen Befruchtung von Impulsen aus der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts und Impulsen aus der jahrtausendealten jüdischen Religions- und Lebenspraxis? Sind in der jüdisch-deutschen Empathieforschung der Jahre 1900 – 1933 Kräfte positiv ineinandergeflossen, die durch den Hass des Nationalsozialismus wieder gewaltvoll auseinandergerissen wurden und in der Nachwirkung bis heute vergessen sind?

           Im Zuge heute verstärkt wieder aufflammender Nationalismen, Rassismen, Antisemitismen, Fundamentalismen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Spaltungsprozessen möchte ich einerseits die Leistungen der jüdisch-deutschen Philosoph*innen, andererseits aber dieses Moment positiven Ineinanderfließens vermeintlich gegensätzlicher Strömungen – der deutschen Philosophie und der jüdischen Religions- und Lebenspraxis – ins Bewusstsein bringen; so unvollkommen und dürftig mir dies im Moment auch nur möglich sein mag. Es hat damals andere, positive, empathische Wege gegeben, die nicht weiter verfolgt werden konnten. Vielleicht können sie sich für die Zukunft neu eröffnen lassen?

           Ob ich zur Durchführung der hiermit skizzierten Forschungsarbeit jemals eine Förderung und damit Zeit finden werde, erscheint mir nach einigen Versuchen als zweifelhaft. Deshalb habe ich mich entschieden, wenigstens meine Intention im Internet bekannt zu machen. Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass es in den Jahren 1900 – 1933 eine jüdisch-deutsche Empathieforschung gegeben hat, die durch den Nationalsozialismus erstickt wurde und infolgedessen bis heute weitestgehend unbekannt geblieben ist.

Ralf Matti Jäger am 9.4.2021

Auf dem Photo sieht man Theodor Lessing mit seinen zwei Töchtern Ruth und Miriam im Jahr 1907.

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Jüdisch-deutsche Empathieforschung 1900-
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Kritik der Anthroposophie

Steiners Denkweg und die Fähigkeiten des Fühlens

 

von Ralf Matti Jäger

 

Online-Publikation

 

In den Jahren 2002 bis 2010 habe ich mich mit aller Offenheit in Rudolf Steiners Anthroposophie eingelebt. Im Jahr 2010 wurden mir jedoch systemimmanente Widersprüche deutlich. Diese habe ich in einem Aufsatz darzustellen versucht, der im Februar 2014 in der anthroposophischen Zeitschrift Die Drei erschienen ist und dort für heftigen, polemischen und unsachlichen, teils aber auch sachlichen Widerspruch seitens der Bekenner der Anthroposophie sorgte.

   Für all jene, die in einer fundierten Kritik etwas Positives sehen können, stelle ich den überarbeiteten Aufsatz hiermit zur Verfügung.

Ralf Matti Jäger am 26.1.2020

 Zuletzt aktualisiert am 3.8.2022

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Kritik der Anthroposophie
Kritik der Anthroposophie.pdf
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